Peelings

Anti Aging ohne Nadel

Ein medizinisches Peeling löst die oberste Hornschicht kontrolliert ab und regt die Erneuerung der Haut an. Welche Säure in welcher Konzentration eingesetzt wird, hängt vom Hautbild und vom Anliegen ab.

Dauer
ca. 30 – 45 Minuten
Kur
meist 3 – 6 Sitzungen
Abstand
2 – 4 Wochen zwischen den Sitzungen
Reaktion
Rötung, leichte Schuppung für 2 – 5 Tage
Pflicht danach
täglich Lichtschutz LSF 50

Was ist Peelings?

Beim chemischen Peeling wird eine abgestimmte Säurelösung auf die gereinigte Haut aufgetragen und für eine definierte Zeit belassen. Die Verbindungen zwischen den abgestorbenen Hornzellen werden gelöst, die Haut erneuert sich beschleunigt.

Entscheidend ist nicht die Stärke, sondern die Auswahl: Fruchtsäuren (AHA) arbeiten wasserlöslich an der Oberfläche, Salicylsäure (BHA) ist fettlöslich und erreicht das Innere der Pore, Wirkstoffe wie Azelain- oder Tranexamsäure zielen auf Rötungen und Pigment.

Peelings werden als Kur über mehrere Sitzungen geplant und langsam gesteigert. Zwischen den Terminen ist die häusliche Pflege Teil der Behandlung – ohne konsequenten Lichtschutz ist ein Peeling nicht sinnvoll.

Ein Peeling ist keine einmalige Behandlung, sondern eine Kur mit Vor- und Nachbereitung. Ohne täglichen Lichtschutz kann sich Pigmentierung verstärken statt zurückgehen – deshalb gehört er verbindlich dazu.

Behandelbare Areale

Welche Areale sinnvoll sind, entscheiden wir gemeinsam im Beratungsgespräch.

  • Gesicht
  • Hals
  • Dekolleté
  • Rücken
  • Handrücken

Welches Peeling für welches Hautbedürfnis?

Peeling ist nicht gleich Peeling. Wähle dein Anliegen – darunter steht, welche Wirkstoffe dafür in Frage kommen und worauf es dabei ankommt.

Ziel
Ebenmäßigerer Teint
Typische Wirkstoffe
Tranexamsäure, Vitamin C, Mandelsäure, niedrig dosierte AHA

Hyperpigmentierung entsteht, wenn Pigmentzellen nach UV-Belastung, Entzündung oder hormonellen Reizen zu viel Melanin bilden. Das Peeling trägt pigmentierte Hornzellen ab, die Wirkstoffe bremsen zusätzlich die Neubildung. Behandelt wird in kleinen Schritten – zu aggressive Peelings können Pigment verstärken statt aufhellen.

Ohne täglichen Lichtschutz kehrt die Pigmentierung zuverlässig zurück. Melasma braucht besonders vorsichtiges Vorgehen und dauerhafte Begleitung.

Ziel
Klarere Poren, weniger Entzündung
Typische Wirkstoffe
Salicylsäure (BHA), Mandelsäure, ggf. Kombinationspeelings

Salicylsäure ist fettlöslich und gelangt dadurch in die verstopfte Pore, wo sie Verhornung und Talg löst. Entzündliche Reize werden gemindert, das Hautbild beruhigt sich über die Kur. Begleitend besprechen wir Pflege zu Hause, weil Reinigung und Wirkstoffe zwischen den Terminen den Ausschlag geben.

In den ersten Wochen kann es zu einer sichtbaren Erstverschlechterung kommen, bevor sich das Hautbild bessert. Schwere, entzündliche oder narbige Akne gehört in ärztliche Behandlung.

Ziel
Weniger sichtbare Rötung
Typische Wirkstoffe
Azelainsäure, Mandelsäure, sehr milde Konzentrationen

Rosacea-Haut reagiert schnell und ist in ihrer Barriere geschwächt. Gearbeitet wird deshalb bewusst zurückhaltend: milde Säuren in niedriger Konzentration, kurze Einwirkzeiten, viel Beruhigung. Ziel ist eine stabilere Barriere und ein ruhigeres Hautbild, nicht ein starker Abtrag.

Rosacea ist eine chronische Hauterkrankung. Die Behandlung hier ist kosmetisch begleitend und ersetzt keine dermatologische Abklärung oder Therapie.

Ziel
Frische und Leuchtkraft
Typische Wirkstoffe
Glykolsäure, Milchsäure (AHA)

Wenn abgestorbene Hornzellen liegen bleiben, streut die Oberfläche das Licht unregelmäßig – die Haut wirkt grau und müde. Ein oberflächliches Fruchtsäure-Peeling löst diese Schicht, glättet die Oberfläche und verbessert die Aufnahme der Pflege. Der Effekt ist unmittelbar sichtbar.

Für einen Anlass planst du die letzte Sitzung besser ein bis zwei Wochen vorher, damit eine mögliche Schuppung abgeklungen ist.

Ziel
Reguliertes, verfeinertes Hautbild
Typische Wirkstoffe
Salicylsäure (BHA), talgregulierende Wirkstoffkombinationen

Bei fettiger Haut geht es nicht ums Austrocknen, sondern ums Regulieren. Salicylsäure klärt die Poren von innen, mindert den Glanz und verfeinert das Relief. Eine zu aggressive Behandlung würde die Talgproduktion eher anregen – deshalb wird die Intensität langsam gesteigert.

Ablauf einer Behandlung

  1. 01

    Hautanalyse

    Wir bestimmen Hauttyp, Empfindlichkeit und Anliegen und legen fest, welches Peeling in welcher Konzentration in Frage kommt.

  2. 02

    Vorbereitung zu Hause

    Je nach Hautbild wird die Haut über ein bis zwei Wochen mit passender Pflege vorbereitet. Das verbessert das Ergebnis und senkt das Risiko von Pigmentreaktionen.

  3. 03

    Aufklärung & Einwilligung

    Ablauf, Alternativen, Reaktionen und Nachsorge werden besprochen und schriftlich festgehalten.

  4. 04

    Reinigung & Entfettung

    Die Haut wird gründlich gereinigt und entfettet, damit die Lösung gleichmäßig einwirkt. Empfindliche Zonen werden abgedeckt.

  5. 05

    Einwirken & Kontrolle

    Das Peeling wird aufgetragen und unter ständiger Beobachtung belassen; die Einwirkzeit wird an die Hautreaktion angepasst und bei Bedarf abgebrochen.

  6. 06

    Neutralisation & Pflege

    Anschließend wird neutralisiert beziehungsweise abgenommen, die Haut beruhigt und mit Lichtschutz versorgt.

  7. 07

    Nachsorge

    Für einige Tage gilt: nicht kratzen oder schälen, keine Sauna, kein Solarium, keine Retinoide oder Scrubs – und konsequent Lichtschutz.

  8. 08

    Folgesitzung

    Nach zwei bis vier Wochen beurteilen wir die Reaktion und steigern, wenn die Haut es zulässt.

Mögliche Nebenwirkungen

  • Rötung, Spannen und Brennen während und nach der Anwendung
  • Schuppung und Trockenheit über mehrere Tage
  • Vorübergehende Verdunkelung von Pigmentflecken (postinflammatorische Hyperpigmentierung), vor allem bei dunkleren Hauttypen und ohne Lichtschutz
  • Reaktivierung von Lippenherpes
  • Selten: Blasenbildung, anhaltende Rötung, Infektionen oder Narben bei zu tiefer Anwendung oder unzureichender Nachsorge

Wann nicht behandelt wird

  • Schwangerschaft und Stillzeit – abhängig vom Wirkstoff, nur nach Rücksprache
  • Aktive Herpesinfektion, offene Wunden, Ekzeme oder Sonnenbrand im Behandlungsareal
  • Frischer Sonnenbrand, Solarium oder intensive Sonnenexposition kurz vor dem Termin
  • Einnahme von Isotretinoin in den letzten sechs Monaten – nur nach ärztlicher Rücksprache
  • Kurz zurückliegende Laser-, Microneedling- oder Waxing-Behandlung im Areal
  • Bekannte Allergien gegen Bestandteile, etwa Salicylate bei Salicylsäure

Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen kein persönliches Beratungs- und Aufklärungsgespräch. Sie stellen kein Heilversprechen dar – Wirkung, Verlauf und Verträglichkeit sind individuell verschieden.

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